Tageslosung
Freitag 21.09.2018
Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.1.Mose 2,15
Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen. Matthäus 5,5
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Andacht zum Monatsspruch im Juni 2018

„Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ (Hebräer 13,2)

Urlaub – dieses herrlich verlockende Wort; es scheint in diesen Wochen besonders aufgeladen mit all unseren Sehnsüchten nach dem, was wir im Alltag so sehr vermissen.

Schon in der Vorfreude vermag es in uns faszinierende Bilder, Töne und Gefühle wach zu rufen: Strand und Meer, beeindruckende Fassaden und Plätze getaucht in den wärmenden Schein der Abendsonne, die befreiende Weite des Horizonts über den Gipfeln der Berge oder die Erinnerung an launige Gespräche unter dem aufziehenden Sternenhimmel. Wie wunderbar, wenn uns die Zeit des Urlaubs zur himmlischen Feier des Lebens wird. Der Hebräerbrief will uns genau dazu verhelfen.

Darum ermutigt und bestärkt er uns leidenschaftlich: „Gastfrei zu sein vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“

Die immer neue Botschaft der gnädigen Liebe Gottes unter uns ist es doch, die unserem Leben Sinn, Freude und Tiefe verleiht. Die Bibel ist voll von Erzählungen über diese uralte Menschheitserfahrung. Ohne Engel wäre die Geburt des Messias im Stall zu Bethlehem einfach ohne jegliche Resonanz geblieben. Genauso hätten die Frauen am Ostermorgen die Auferstehung Christi nicht deuten können.

Engel sind herrliche Wegweiser. Der Himmel schickt sie uns. Sie sind Interpreten und Boten. Unverhofft eröffnen sie uns die heilsame Verbindung zwischen Himmel und Erde. Engel sind Wesen, die uns neue Perspektiven eröffnen. Sie haben die Kraft, uns zutiefst froh zu machen. Sie sind uns die Idee, das Leben mit anderen Augen zu sehen. „Engel sind Einweisungen in das Mö gliche“, so hat es der Theologe Eber-hard Jüngel auf den Punkt gebracht.

Und indem wir tatsächlich finden und entdecken, was uns das Leben lieb und wert macht, eröffnet es uns auch das Interesse am Anderen. Freude über und Neugier auf all das, was wir fern unseres Alltags entdecken und schätzen lernen können.

Möge Ihnen geschenkt sein. Mögen Sie Erlebnisse und Begegnungen haben, an die Sie sich gern erinnern. Und mögen Sie schließlich gestärkt, behütet und froh in Ihren Alltag zurückkehren.

Ihre Pfarrerin Sigrun Zemmrich