Tageslosung Karfreitag
Freitag 19.04.2019
Gott hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.1. Mose 41,52
/Einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, sprach:/ Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein. Lukas 23,42-43
Forumlar der Volltextsuche in den Inhalten dieser Webseite

Andacht zum Monatsspruch im Mai 2019

»Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.« (2. Samuel 7,22)

Björn-Hendrik Fischer, Pfarrer in unserer Gemeinde

»Es ist keine wie du!«
Den Rosenstrauß mit beiden Händen umklammert, freudig erregt, steht der Held der Arbeit am Freitagabend einer dichten Berufswoche vor seiner Liebsten.
Das Wochenende lugt ihm freundlich über die Schulter, und die erwarteten Segnungen der gemeinsamen Stunden erhöhen das Glück seines Eintritts.

»Es ist keiner wie du!«
Fast ein Liebeslied, das David, von Gott er wählter König Israels und seit neuestem nach langen Herrschaftskämpfen mit Ruhe und stetem Glück ausgezeichnet,seinem Herrn im Himmel zusingt.

»Es ist keiner wie du!«
So sang unter blauem Himmel und weißen Wolken der Harfenkönig, David, der Psalmendichter, und da er, der Bedeutende, es sang, schrieb man es auf. Gab es weiter und weiter, bis in unsere Tage, und so schlug die Kommission, die die Monatssprüche auswählt, das Gute Buch auf, las davon und schrieb uns die Stelle zur Lektüre in den Plan.

»Es ist keiner wie du!«
Läse man mit jüdischen Augen, man nähme vermutlich deutlich den Lobpreis der Erwählung Israels durch Gott wahr, den David hier bejubelt. Hätte man zu Muslimen Kontakt, assoziierte man womöglich das Glaubensbekenntnis des Islam: »Es ist kein Gott außer Gott – (und Mohammed ist sein Prophet.)«
Spricht man nun mit christlichen Lippen Davids Worte nach: »Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir...« – Dann kann ich nicht anders, als dem Gott, der mir persönlich begegnet ist, die Rosen zu reichen.
Dem Gott, der aus seiner himmlischen Höhe nicht nur abwartend und gleichmütig auf unsere Zeitläufe und Schicksale herabschaut. Sondern der weiß, was Leiden ist.
Der weiß, was Ausgrenzung ist, Verachtung und Verleumdung. Der weiß, was Sterben ist.
Und der mich damit nicht allein stehen lässt. 
Jesus Christus sagt: Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Ich sage: Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.

Björn-Hendrik Fischer