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Andacht zum ende der Epiphaniaszeit

Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. (Jesaja 60,2)

Liebe Gemeinde, unter diesem Wort, dem Wochenspruch für die erste Februarwoche, geht die Epiphaniaszeit zu Ende.

Vielen Menschen ist es gar nicht bewusst, dass der Weihnachtsfestkreis in der Kirche so lange dauert. Die meisten Weihnachtsbäume stehen nicht mehr, die Lichterketten und Sterne sind abgebaut. Dieser Wochenspruch erinnert noch einmal an Weihnachten, an die Botschaft vom Licht, das mit Jesus in die Welt gekommen ist.

Und mit diesen Gedanken brechen wir auf in die Passionszeit, die vor uns liegt. Das Licht, das die Geburt Jesu umgab, das Weihnachtsfest mit allen strahlenden Kerzen und Sternen will uns begleiten in die Zeit, in der wir auf den Leidensweg Jesu schauen, eine dunkle Zeit im Leben Jesu.

An diesem Übergang im Kirchenjahr von Licht, Freude und Jubel zum Blick auf Leid, Schmerz und Tod stehen die Worte des Propheten Jesaja: »Über dir geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.« Wir werden daran erinnert, dass auch in unserem Leben der Wechsel von glücklichen Zeiten in leidvolle Erfahrungen begleitet ist von Gott und seiner Herrlichkeit, die über uns strahlt.

Nicht jeder sieht voller Freude voraus in das neu begonnene Jahr 2020. Manche unter uns wissen oder ahnen, dass ihnen schwere Zeiten bevorstehen, Krankheiten, die nicht geheilt werden können, Gebrechen, die nicht wieder gut werden, Umbrüche in der Familie oder Arbeit, denen sie mit Angst entgegensehen. Manche haben schöne Dinge geplant und freuen sich. Aber vieles ist uns verborgen und wir wissen nicht, was wir alles erleben werden an Gutem und an Schwerem.

Der Jesajavers am Übergang von Weihnachtsfreude zu Passionszeit ermutigt uns, dass wir alle den hellen Schein aus den lichtvollen Zeiten in unserem Leben mitnehmen können, ganz gleich, wie unser momentanes Leben aussieht, ob wir froh oder bedrückt sind. Die Zusage gilt: Gottes Herrlichkeit leuchtet über uns. Ich wünsche Ihnen einen freien Blick dafür!

Liebe Gemeinde, seit Dezember 2019 bin ich bei Ihnen in der Friedenskirche als Aushilfe tätig. Einige von Ihnen habe ich schon kennengelernt. Zu meinen Aufgaben gehören hauptsächlich Pflegeheimgottesdienste, und in der Kirchgemeinde habe ich die Seniorenkreise und einige Besuche übernommen.

Ich freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen.

Es grüßt Sie herzlich

Pfarrerin Angelika Lentz