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28.05.2017

Mit unserem Posaunenchor unterwegs ...

Rückblick auf einen Besuch im Kirchspiel Belgern. Es war ein gelungener Tag und ein gutes Gefühl, anderen eine Freude gemacht zu haben.

Kategorie: Allgemein

Zum großen Wittenberger Kirchentag am 28. Mai waren alle eingeladen: die Gemeindeglieder, die Bläsergruppen, die Chöre. Was machen wir?

In einer Übungsstunde Anfang des Jahres bewegte uns die Frage: Wie wird es aber den Kirchgemeinden im Umland von Torgau und Belgern gehen, bei denen keine solchen »Events« stattfinden? Könnten wir nicht dort einen Bläsergottesdienst zum Reformationsjahr gestalten?

Wir haben erkundet, dass zum Kirchspiel Belgern weitere 6 Dörfer gehören, in denen nur alle sechs Wochen Gottesdienst stattfindet. So ergab sich am Sonntag Rogate (21. Mai) ein Gottesdienst in Schirmenitz, einem der 6 Dörfer. 15 Bläser machten sich mit Chorleiter Matthias Drese und ihren Angehörigen auf den Weg. Herrliches Wetter begleitete uns elbabwärts bis hinter Strehla. In der Schirmenitzer Kirche wurden wir bereits erwartet und begrüßt. Alle Bläser fanden ihren Platz ganz vorn in der altehrwürdigen Kirche, hervorgegangen aus einer Burgward-Anlage im 12. Jahrhundert.

Nach der Probe ließen es sich die Gemeindeglieder vom Förderverein nicht nehmen, uns mit Getränken und einem Imbiss zu stärken. Es lohnte sich zuzugreifen.

Beim 10-Uhr-Geläut war das Kirchenschiff gut gefüllt mit ca. 40 Personen, von denen die Hälfte aus umliegenden Orten kamen. Sonst können diese Orte nur mit kleineren Besucherzahlen aufwarten, aber dahinter steckt viel Treue Einzelner. Denken wir an die vielen kleinen Dorfgemeinden auch bei uns und lassen sie nicht im Stich!

Es hat uns Bläsern Freude gemacht, der erwartungsvollen Gemeinde zu verkünden mit Liturgie, Gebeten, Predigt, Choralbegleitung und Bläsermusiken. Luthers Lied »Nun freut euch, lieben Christen gemein ...« gab das Thema an. Dazu das Predigtwort aus Römer 3,28 »... so halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke allein aus Glauben.«

Die Gottesdienstkollekte blieb in Schirmenitz, denn zur Kirchenrenovierung wird noch viel Geld gebraucht. Anschließend stärkten wir uns als Bläserfamilie im »Kronprinzen« in Mühlberg, und darauf entdeckten wir die restaurierte Klosterkirche Mühlbergs mit ihrem Kreuzgang. Wir erfuhren von manchen Aktivitäten, z. B. gibt es Übernachtungsmöglichkeiten und Angebote für stille Tage.

Auf der Rückfahrt machten wir noch einmal Station in Lorenzkirch. In der dortigen Laurentiuskirche von 1234 spielte unser Chorleiter die historische Jehmlichorgel. Die Ortsvorsteherin machte uns mit der – oft hochwassergeschädigten – Kirche bekannt. Dann ging es elbaufwärts bis Radebeul.

Es war ein gelungener Tag und ein gutes Gefühl, anderen eine Freude gemacht zu haben.