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09.06.2018

Überprüfung der Grabmale auf ihre Standsicherheit

Kategorie: Allgemein

Die vorgeschriebene jährliche Überprüfung der Grabmale auf ihre Standsicherheit soll auf unseren Friedhöfen (Haupt-, Johannes-, und Alter Friedhof) nach der Frostperiode ab Mitte Mai durchgeführt werden. Die Überprüfung erfolgt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, wer möchte, kann sich selbstverständlich vor Ort davon überzeugen.

Ist ein Grabmal nicht mehr standsicher, wird der zuständige Grabstelleninhaber schriftlich benachrichtigt. Im Interesse der eigenen Sicherheit und der Sicherheit der Friedhofsbesucher ist ein lockeres Grabmal umgehend entsprechend den anerkannten Regeln der Technik durch einen Steinmetz befestigen zu lassen.

Besteht bei einem lockeren Grabmal die Gefahr des Umstürzens, ist die Friedhofsverwaltung verpflichtet, entsprechende Schritte zu dessen Sicherung einzuleiten. Wird ein lockeres Grabmal auch nach schriftlicher Aufforderung nicht befestigt, ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, die Befestigung auf Kosten des Grabstelleninhabers zu veranlassen.

Es ist empfehlenswert, bei der Grabpflege auch selbst einmal nach dem Grabstein zu sehen oder einen Fachmann damit zu beauftragen, vor allem nach den Wintermonaten. Die Friedhofsverwaltung dankt für Ihr Verständnis für diese Maßnahme, die letztlich der Sicherheit aller Friedhofsbesucher dienen.

Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiter der Friedhofsverwaltung jederzeit zur Verfügung.

Die Friedhofsverwaltung

Hintergrund & Geschichte : Über die Veränderungen auf unseren Friedhöfen

Durch die Jahrhunderte unterlagen unsere Friedhöfe ständigen Veränderungen, die sich meist langsam und allmählich vollzogen haben. Nachdem Karl der Große 785 mit seinem Kapitulare zu Paderborn die Erdbestattung zur alleinigen christlichen Bestattungsform erklärte, wurden die Begräbnisplätze in der Folge meist um die Kirchen und Klöster angelegt. Dabei war es vielen Familien wichtig, so nahe wie möglich an der Kirche ihre Wahlgrabstelle zu besitzen. Diese wurde oft über Generationen weitergeführt. Nach dem Gottesdienst besuchte man die Gräber der Vorfahren. Nach dem damaligen Verständnis, so kann man es wohl ausdrücken, hieß näher an der Kirche bzw. näher am Altar bestattet zu sein zugleich auch näher bei Gott zu sein. Zur Zeit Luthers trat eine Vernachlässigung der Bedeutung der Friedhöfe ein. Sie dienten in einigen Regionen nun als Marktplatz, Weideland oder wurden einfach zum Trocknen der Wäsche genutzt. Dieser Mangel an Ehrfurcht vor dem Verstorbenen führte zu einem Umdenken und die Wertschätzung der Gräber unserer Vorfahren stieg wieder an.

Durch das rasche Bevölkerungswachstum in einigen Dörfern und Städten reichte der Platz der Friedhöfe nicht mehr aus. Neue Friedhöfe wurden angelegt. In unserer Gemeinde war dies der Bethesda-Friedhof, auch Alter Friedhof genannt. Er wurde 1602 eingeweiht. Ab 1872 fanden mit einer Ausnahme (1893 Steche) keine Beisetzungen auf dem Kirchhof mehr statt. Im Jahr 1874 öffnete der Hauptfriedhof. Die Erste Beisetzung auf dem Johannesfriedhof in Zitzschewig wurde 1908 vorgenommen. Somit verfügt die Friedenskirchgemeinde heute über drei Friedhöfe.

Die letzte große Friedhofsreformbewegung ging 1906 von dem in München gegründeten Waldfriedhof aus und war mit der aufkommenden Feuerbestattung verbunden. Diese Entwicklung prägte die Friedhofslandschaft des 20. Jahrhunderts. Als deutliches Beispiel können Sie den Urnenhain mit Krematorium in Dresden-Tolkewitz ansehen.