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Das Gemeindehaus (Lutherhaus)

1928 wurde der Beschluss gefasst, in Kötzschenbroda ein Kirchgemeindehaus zu bauen, da sich das Pfarrhaus trotz einiger Umbauten für die wachsende Gemeindearbeit als zu klein erwies.

Die Wahl des Standortes machte sich der Kirchgemeinderat nicht einfach. Die Gemeinde umfasste außer dem dicht besiedelten Altkötzschenbroda auch Niederlößnitz, Naundorf, Zitzschewig, Fürstenhain und Lindenau. Für diese Ortsteile lag aber die Kirche am Rande der Gemeinde. Die Suche nach einem geeigneten Standort in Niederlößnitz scheiterte aber an den Kosten. Dagegen gab es um das Pfarrhaus herum genügend Platz, der durch den Abriss der landwirtschaftlichen Gebäude des alten Pfarrgutes im 19. Jahrhundert entstanden war. So entschied man sich trotz der Randlage zum Bau neben Pfarrhaus und Kirche.

Beauftragt wurden die ortsansässigen Architekten Gebrüder Kießling, die das Gemeindehaus an der Südseite des Pfarrhauses so anbauten, dass  die Form wieder an das alte Pfarrgut erinnerte. Am 11. August 1929 erfolgte die Einweihung des zweigeschossigen Gebäudes mit schiefergedecktem Walmdach und Dachreiter.

Herzstück ist der auch für Gottesdienste nutzbare Gemeindesaal (Luthersaal) im Obergeschoss. Er ist von einer spitzbogigen Holzkonstruktion überspannt, die durch eine Lamellendecke in rhombenförmiger Anordnung geschmückt ist. Die Lamellen sind in den Farben Rot, Blau und Gold gestrichen, die an die Farben alter Marienstatuen erinnern. 

Der Altarraum ist erhöht und wird durch ein ausdrucksstarkes Farbglasfenster geprägt, das den richtenden Christus darstellt. Es ist eine Arbeit des Malers Hans Jüchser.

Der Saal hat eine kleine Orgelempore mit einer 2-manualigen Orgel der Firma Jehmlich. Außer dem Saal enthält das Gemeindehaus mehrere Räume sowie eine Küche, Toiletten und einen Duschraum. Im Obergeschoss ist auch das Pfarramt untergebracht.

Nach der Beseitigung der Schäden, die durch das Elbehochwasser 2002 am Gebäude und dem Pfarrhof entstanden waren, kann auch dieser wieder durch die Gemeinde für besondere Feste und Veranstaltungen genutzt werden.

Kirchengeschichte in unserem Gemeindehaus

Im Lutherhaus sind immer wieder Besucher anzutreffen, die nicht zur Gemeinde gehören oder zur Kirche keine besondere Verbindung haben.

Manchmal fragen sie: Wer sind denn die Personen, nach denen die Zimmer des Hauses benannt sind?

Vermutlich wissen auch nicht alle Gemeindeglieder darüber Bescheid. Auf den Unterseiten werden darum diese Personen kurz vorgestellt und wichtige Dinge ihres Lebens erwähnt. Damit wird ein gutes Stück Kirchengeschichte lebendig, denn alle haben in ihrer Zeit aktiv auf ihr Umfeld und ihre Kirche Einfluss genommen und selbst ein Stück Kirchengeschichte geschrieben.