Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine
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Die Wahl des Standortes machte sich der Kirchgemeinderat nicht einfach. Die Gemeinde umfasste außer dem dicht besiedelten Altkötzschenbroda auch Niederlößnitz, Naundorf, Zitzschewig, Fürstenhain und Lindenau. Für diese Ortsteile lag aber die Kirche am Rande der Gemeinde. Die Suche nach einem geeigneten Standort in Niederlößnitz scheiterte aber an den Kosten. Dagegen gab es um das Pfarrhaus herum genügend Platz, der durch den Abriss der landwirtschaftlichen Gebäude des alten Pfarrgutes im 19. Jahrhundert entstanden war. So entschied man sich trotz der Randlage zum Bau neben Pfarrhaus und Kirche. Beauftragt wurden die ortsansässigen Architekten Gebrüder Kießling, die das Gemeindehaus an der Südseite des Pfarrhauses so anbauten, dass die Form wieder an das alte Pfarrgut erinnerte. Am 11. August 1929 erfolgte die Einweihung des zweigeschossigen Gebäudes mit schiefergedecktem Walmdach und Dachreiter. Herzstück ist der auch für Gottesdienste nutzbare Gemeindesaal (Luthersaal) im Obergeschoss. Er ist von einer spitzbogigen Holzkonstruktion überspannt, die durch eine Lamellendecke in rhombenförmiger Anordnung geschmückt ist. Die Lamellen sind in den Farben Rot, Blau und Gold gestrichen, die an die Farben alter Marienstatuen erinnern. Der Altarraum ist erhöht und wird durch ein ausdrucksstarkes Farbglasfenster geprägt, das den richtenden Christus darstellt. Es ist eine Arbeit des Malers Hans Jüchser. Der Saal hat eine kleine Orgelempore mit einer 2-manualigen Orgel der Firma Jehmlich. Außer dem Saal enthält das Gemeindehaus mehrere Räume sowie eine Küche, Toiletten und einen Duschraum. Im Obergeschoss ist auch das Pfarramt untergebracht.
Nach der Beseitigung der Schäden, die durch das Elbehochwasser 2002 am Gebäude und dem Pfarrhof entstanden waren, kann auch dieser wieder durch die Gemeinde für besondere Feste und Veranstaltungen genutzt werden.













