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Der Kirchhof

 Schon mit der Einführung des Christentums war es Brauch, die Verstorbenen auf dem Gelände um die Kirche herum, den Kirchhof, zu beerdigen. Das war auch bei unserer Kirche so.

Obwohl seit etwa 1600 ein zweiter Friedhof auf der heutigen Straße „ Am Gottesacker“ bestand, wurde er erst 1884/85 mit dem Umbau der Kirche endgültig geschlossen.

Eine einzige  Ausnahme bildete die Beerdigung von Professor Richard Steche an der Nordwestecke des Kirchhofs. Er war Architekt und erwarb sich vor allem durch die systematische Erfassung sächsischer Kunstdenkmale große Verdienste. Ihm ist u.a. auch die Wiederentdeckung des Grabes der Gräfin Cosel auf der Burg Stolpen zu verdanken.

freigelegte Gruft

Bei der Trockenlegung der Kirchenfundamente 2003 – 2004 wurden einige Grüfte freigelegt, dokumentiert und wieder verschlossen. Am 9.Juli 2005 konnte auch die barocke Sandsteinplastik „Chronos und die Trauernde“ wieder aufgestellt werden. Sie wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Grabdenkmal geschaffen und gilt als älteste Sandsteinplastik Radebeuls. Es ist dem Engagement des Vereins für Denkmalpflege und neues Bauen und der Radebeuler Bürgerstiftung zu danken, dass das nötige Geld zur Restaurierung gesammelt werden konnte. Heute  dient der alte Kirchhof, auf dem die noch vorhandenen Grabmale aufgestellt sind, auch für Gottesdienste im Freien, für Chorkonzerte und Gemeindefeste.

Ein Rundgang um die Kirche lohnt sich, hat man doch von der Südseite aus auch einen herrlichen Blick  über die Streuobstwiesen auf die Hänge der anderen Elbseite.
Einen Führer für diesen Rundgang finden Sie in der Kirche.