Tageslosung
Donnerstag 14.12.2017
Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt.1.Mose 3,9-10
Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! Galater 4,6
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Die Liturgie in unseren Gottesdiensten

... dient dazu, Gottes Wort Räume zu geben, zu uns zu sprechen – und uns, um Gott betend und lobend zu antworten.

Vieles im Gottesdienst wird schon sehr lange so gehalten, ehrwürdig, zeitlos. 

Manche Details kann man den Bedürfnissen der Gemeinde anpassen. Dazu ist uns Pfarrern wichtig, mit dem KV und den Musikern, Predigern, Lektoren und der Kindergottesdienstgruppe im regelmäßigen Gespräch zu sein.

Nachdem wir (Fischers) jetzt einige Erfahrungen gesammelt und uns viel in der Gemeinde umgehört haben, soll in unseren Gottesdiensten künftig gelten:

 

  • Das Rüstgebet der liturgisch Handelnden in der Sakristei beginnt, wenn es zum Gottesdienst läutet.
  • Das trinitarische Votum (»Im Namen des Vaters ... «) wird gesungen. So entsteht die Symmetrie von Votum und Segen als liturgischem Rahmen des Gottesdienstes.
  • Die Kinder werden nach dem Tagesgebet (bisher: nach der Epistel) zum Kindergottesdienst eingeladen und mit einer Liedstrophe verabschiedet.
  • Beim Abendmahl folgt nach Beichte, Absolution und Fürbitten als fester Bestandteil der Liedvers »Schmecket und sehet« (055), der zweimal gesungen wird, als Gesang zur Gabenbereitung. Wir werden auf den bisherigen Friedensgruß verzichten, statt dessen aber die Gemeinde bitten, nach jedem Tisch zur Entlassung die Hände zu reichen. Grund dafür ist, dass wir der Gemeinschaft im Frieden Ausdruck geben wollen, die aber aus dem gemeinsam empfangenen Sakrament folgt. In der Einsetzungsliturgie unterbricht der Friedensgruß die »vertikale« Bewegung der Andacht auf die Gottesbegegnung hin.

Wir wollen, wenn es thematisch nahe liegt, die Hintergründe der Liturgie, ihrer Bewahrung und Veränderung, auch in Gottesdiensten beleuchten. Jede Veränderung liturgischer Gebräuche ist eine geistliche Entscheidung – das soll die Gemeinde mitvollziehen können.

Annegret und Björn Fischer