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FRIEDENSGRUSS

Ausgabe:
02-03/12

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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine

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Friedenskirche Geschichte

Wichtige geschichtliche Daten der Kirche und der Kirchgemeinde:

1271 - 1273

Erste urkundliche Erwähnung Kötzschenbrodas. Es ist wahrscheinlich, dass zu dieser Zeit schon eine Kirche existierte. Wurde das Archidiakonat Nissan gegründet, zu dem die Kirche gehörte, die sicherlich zu dieser Zeit schon bestand.

1354

Die Parochie wurde vom Bischof Johann I. dem Archidiakonat zu Briesnitz, das hier einen Vikar hielt, übergeben.

1429

Wurde die Kirche, und der ganze Ort Kötzschenbroda durch die Hussiten zerstört

1475

Ablassbrief zugunsten des Wiederaufbaus der Kirche in Kötzschenbroda vom 16. Mai 1475

1477

Eine Steintafel am Turm (Nordwestseite) bekundet den Beginn des Wiederaufbaus.

1507 ff.

Ein noch vorhandenes Kirchenrechnungsbuch dokumentiert die letzte Phase des Wiederaufbaus (Baumeister: Meister Steffan)

1510 (1515)

Wahrscheinliches Jahr der Wiedereinweihung der Kirche, nun im gotischen Baustil

1532

erstmalige Erwähnung eines Orgelbaus

1536

erste Schule; Altkötzschenbroda 38

1539

Einführung der Reformation nach dem Tode des Herzogs Georg des Bärtigen. Im gleichen Jahr erster evangelischer Pfarrer Veit Hammer und erster evangelischer Lehrer Egidius Lessing

1598

Von einem Großbrand des Dorfes wird auch die Kirche betroffen

1627

Beendigung des Wiederaufbaus nach dem Brand

1637

Zerstörung im 30-jährigen Krieg, sowohl der Kirche als auch des Ortes bis auf drei Häuser

1637

Beginn des Wiederaufbaus noch im Jahr der Zerstörung, großzügig unterstützt von Kurfürst Johann Georg I., der bei seinen Aufenthalten in der Hoflößnitz zur Gemeinde gehörte.(Bildnis an der Rückwand des Kirchenschiffes) Baumeister: Landbaumeister Ezechiel Eckhardt.

1642

In diesem Jahr kam die Kanzel in die Kirche

1645

Nach Verhandlungen zwischen Sachsen und Schweden wurde am 27. August der Waffenstillstand zu Kötzschenbroda geschlossen; der damalige Pfarrer, Augustin Prescher, (Steinrelief links hinter der Außentür) war am Zustandekommen beteiligt

1651

Erneuter Einbau einer Orgel (Orgelbauer Tobias Weller)

1746

größere Turmreparatur, wahrscheinlich Umbau mit barocker Turmhaube, wie auf dem kleinen Bild links von der Eingangstür zu sehen ist

1861

Weihe einer neuen Orgel, die allerdings große Mängel aufwies

1884 - 1885

Umbau der Kirche zur heutigen Gestalt. Turmunterbau und gotischer Altarraum blieben erhalten, das Mittelschiff wurde entfernt und höher und breiter zwischen Turm und Altarraum gebaut. Der Turm erhielt gotische Formen. Architekten: Professor Karl Weißbach und Barth

1885

Einweihung der umgebauten Kirche sowie einer neuen Orgel, gebaut von der Firma Jehmlich

1927-28

Abbruch der alten Orgel und Orgelneubau nach vorhergegangener Innenerneuerung

1949

Glockenweihe neuer Glocken, nachdem die alten Glocken für Kriegszwecke enteignet worden waren

1961-1963

Außen- und Innenerneuerung der Kirche. Dabei wurden die von Christian Rietschel geschaffenen Glasbilder in die Fenster des Altarraumes eingesetzt. Um diese besser sichtbar zu machen, wurde ein Altar in schlichter Tischform aufgstellt. Der Kanzelkorb von 1642 wurde wieder an seinem ursprünglichen Ort aufgestellt. Das schwarz gestrichene Holzwerk wurde abgelaugt und erhielt wieder seine natürliche Farbe.

1995

350-jähriges Jubiläum des Waffenstillstandes zu Kötzschenbroda. Vor dem Pfarrhaus erinnert eine in den Boden eingelegte Metallplatte daran. Das Turmzimmer wurde geöffnet und ein Tisch hineingestellt, der aus der Zeit des 30-jährigen Krieges stammt und auf dem der Waffenstillstand unterzeichnet worden sein könnte.

1999/2000

Beginn einer gründlichen Restaurierung der Orgel durch die Firma Jehmlich

2000

Renovierung der Kirche im Inneren und Abschluss der Orgelrestaurierung. Wiedereinweihung der Orgel am 1. Oktober 2000

2002

Die große Flut im August erreichte zwar das Gelände hinter der Kirche, diese wurde aber vom Hochwasser verschont.

2003

Auftreten größerer Bauschäden am Turm und am Fundament

2003/2004

Gründliche Trockenlegung und Sanierung des Fundamentes. Dabei werden Grüfte freigelegt und dokumentiert.

2004

Sanierungsarbeiten am Turm. Ausläuten der alten Stahlglocken, die mit ihrem Gewicht den Turm beschädigt hatten. Einbau eines neuen Glockenstuhls aus Holz und Guss neuer Bronzeglocken. Diese wurden am 2. Advent (5. Dezember) geweiht.

2005

Die Sandsteinfigurengruppe „Chronos und die Trauernde“, die ursprünglich als Grabmal auf dem Friedhof an der Kirche gestanden hatte, kehrt nach behutsamer Restaurierung wieder dorthin zurück. Sie ist die älteste barocke Plastik in Radebeul.

Lit.: Heinrich Magirius: Kirchen in Radebeul, Friedenskirche Kötzschenbroda Eberhard Gehrt: Informationsblatt „Friedenskirche zu Kötzschenbroda“

letzte Aktualisierung: 24.01.2012
148462026.09.2006