Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine
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Wie bist du Mitglied im Kirchenvorstand geworden?
Herr Schubert sprach mich im Posaunenchor an, ob ich bereit wäre zu kandidieren. Junge Leute seien schwierig zu finden. Und da habe ich mir die Sache überlegt. Obwohl die Wahlperiode 6 Jahre dauert, konnte ich zunächst nur für 2 Jahre fest zusagen. An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön für das Vertrauen meiner Wählerschaft. Sie rührt sicherlich aus Kontakten zur Jungen Gemeinde, den Chören, zu Gemeindegliedern, die ich während einer Zeit als "Kirchenzivi" geknüpft habe.
Seit einem Jahr bist du nun Kirchvorsteher. Dein Rückblick?
Es war mir neu, meine Meinung in so einer großen Runde zu vertreten. Es ist eine Gruppe mit viel Erfahrung und Kompetenz. Ich muss nicht für alles verantwortlich sein, ich habe meinen Arbeitsschwerpunkt gefunden. Dass ich Vorsitzender der Baukommission geworden bin, ging etwas fix, aber es ist in Ordnung. Ich sollte plötzlich diese Gruppe leiten. Dabei habe ich gute Erfahrungen gemacht und viel gelernt.
Du bist für alle Baudinge in der Gemeinde verantwortlich...
Es ist mehr zu tun, als ich gedacht habe. Neben den Kirchen gehören ja auch noch unterschiedliche Wohnhäuser zur Gemeinde. Wir müssen uns um diese kümmern, und plötzlich komme ich mir wie ein Hausverwalter vor. So einen großen Baubestand hatte ich nicht vermutet. Leider gibt es nicht viele, die an der Stelle mittun wollen, aber es ist eine ganz wichtige Sache. Das, was uns anvertraut ist, haben wir zu erhalten.
Welche Aufgaben sind jetzt gerade aktuell?
In den nächsten Tagen beginnen Abriss und Neubau des Hahnzimmers. Es ist sehr spannend für mich, dass ich das auch von der Seite meines Praktikums begleiten kann. Das ist eine gute Kombination von Studium und Ehrenamt. Änderungen können schnell bedacht und umgesetzt werden. Zur Zeit läuft auch noch der Bau der großen Mauer unterhalb der Friedenskirche. Wie das Hahnzimmer ist ja auch die Mauer vom Hochwasser beschädigt worden.
Was ist in den nächsten Jahren zu bauen?
Wichtig ist, dass wir eine genaue Übersicht über den Bauzustand aller Gebäude bekommen. In den nächsten Wochen werden wir alles ansehen. In der Wichernkapelle steht eine Besichtigung mit der Baupflegerin an. Die Gelder für die weitere Erneuerung der Friedenskirche sind bewilligt, der Bau kann also bald beginnen. Und bis zum Jubiläum der Johanneskapelle im Jahr 2008 muss auch dort noch einiges getan werden die Vorbereitungen laufen gerade an.
Und was machst du, wenn du nicht studierst oder baust?
Ich habe eine Freundin. Bei den Großeltern helfe ich zur Zeit beim Brunnenbau mit. Ich spiele zweimal die Woche Tennis, blase im Posaunen- und singe im Jugendchor. Deine Wünsche für die Zukunft? Nach dem Studium würde ich gern in Radebeul bleiben. Mir gefällt es sehr gut in Kötzschenbroda. Ich habe hier eine bezahlbare Wohnung gefunden und fühle mich wohl. Es ist alles so familiär, man trifft sich früh beim Bäcker, und die Kirche ist im Dorf. Ich wünsche mir, dass sich immer genügend Leute finden, die mit ihren Fähigkeiten Kirchenvorstands- und Gemeindearbeit möglich machen.
Das Interview wurde aus der Druckasugabe des Friedensgruß 01/2004 Übernommen.













