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03.12.2017

120 Jahre Posaunenchor der Friedenskirchgemeinde

Wir blicken in großer Freude und Dankbarkeit auf 120 Jahre aktive Bläserarbeit zurück und wollen das in einem festlichen Gottesdienst am Sonntag, 3. Dezember, dem 1. Advent, in der Friedenskirche Feiern.

Kategorie: Allgemein

In diesem Jahr darf der Posaunenchor unserer Kirchgemeinde ein Jubiläum feiern:

Seine Gründung jährt sich am 13. Dezember 2017 zum 120. Mal!
Damit zählt der Chor zu den ältesten Chören Sachsens.

Ein Grund, in Dankbarkeit und Freude zurückzublicken.

„Jauchzet dem Herrn alle Welt! Mit Trompeten und Posaunen, jauchzet vor dem Herrn dem König.“ (Psalm 98, 4 und 6)

Dieser Psalm stand als Gründungsund bis heute als Leitspruch über aller Arbeit des Posaunenchores.

Die Gründung verlief schlicht und einfach, ohne Bläserklang, denn das Blasen musste der Gründer, Vergoldermeister Franz Petri, den Blaswilligen, alles Mitglieder des Ev.-Luth. Männerund Jünglingsvereins Kötzschenbroda, erst beibringen.

Schon nach einem Vierteljahr, am 21. März 1898, trat der Chor mit seinen zunächst fünf Bläsern bei der Einführung eines neuen Gemeindepfarrers mit zwei Chorälen das erste Mal auf.

Der Chor wuchs musikalisch sowie an Mitgliedern ständig an und ist nach Unterbrechungen während der beiden Weltkriege bis heute unermüdlich im bläserischen Einsatz.

Fünf ehrenamtliche Chorleiter haben seit der Gründung den Posaunenchor geleitet und eine große Anzahl Bläser in den 120 Jahren ehrenamtlich Dienst im Chor geleistet.

Grund, dankbar auch an die Altvordern zu denken, die im letzten Jahrhundert durch Kriegswirren und Diktaturen gebeutelt treu zu obigem Leitspruch standen und hauptsächlich durch das missionarische Blasen den Menschen Glaubenszuversicht und Gotteslob nahe gebracht haben.

Heute ist der Posaunenchor fester Bestandteil der kirchenmusikalischen Arbeit in unserer Kirchgemeinde.

Seine Aktivitäten reichen von selbständig gestalteten Gottesdiensten bis hin zum Blasen in Heimen, im Krankenhaus, auf dem Friedhof und an vielen Orten unserer Gemeinde getreu dem bläserischen Auftrag: „Lobet den Herrn mit Posaunen“ (Psalm 150, 3a).

Auch wenn der Posaunenchor mitgliedermäßig recht stattlich erscheint, so ist er mit seinem hohen Altersdurchschnitt von über 60 Jahren oft an der Grenze seiner Belastbarkeit angekommen. Das heißt mit klaren Worten: Der Posaunenchor unserer Kirchgemeinde hat ein massives Nachwuchsproblem. Allen Bemühungen zum Trotz gelingt es kaum, blaswillige junge oder auch ältere Mädchen und Jungen, Erwachsene nicht ausgeschlossen, für das Erlernen eines Blasinstrumentes und darüber hinaus für den Dienst im Posaunenchor zu gewinnen.

Deshalb noch einmal die herzliche Aufforderung: Wer Energie, etwas Zeit, Freude an unserer Bläsermusik und den festen Willen hat, ein Blasinstrument zu erlernen, der wird durch das Musizieren in unserem Posaunenchor eine wunderbare Bereicherung seines Lebens erfahren. Eine bläserische Ausbildung in unserem Chor ist jeder Zeit möglich. Die Sorge um den Fortbestand soll jedoch nicht dominieren.

So blicken wir in großer Freude und Dankbarkeit auf 120 Jahre aktive Bläserarbeit in der Friedenskirchgemeinde zurück und wollen das in einem festlichen Gottesdienst am Sonntag, 3. Dezember, dem 1. Advent, in der Friedenskirche zum Ausdruck bringen.

Auch die adventliche Bläsermusik unseres Posaunenchores am Freitag, dem 8. Dezember, 17.00 Uhr in der Kreuzkirche zu Dresden und unser festlicher Weihnachtsgottesdienst am 25. Dezember, 9.30 Uhr in der Johanneskapelle stehen unter dem Zeichen des 120-jährigen Posaunenchorjubiläums.

Für allen Dienst und alles Tun in unserm Posaunenchor erbitten wir fernerhin Gottes Segen.

Auch dass in unserer Gemeinde das Gotteslob durch uns Bläser nicht verstummt und wir mit der Losung „Gott danken ist Freude“, die unsere Bläserliteratur prägt, unsern beglückenden Dienst weiterhin tun dürfen.

Der Posaunenchor
der Friedenskirchgemeinde Radebeul