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Johann Christoph Blumhardt

*1805 Stuttgard +1880 Bad Boll

Das Lied „Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht“ (EG 375) zeigt seinen kämpferischen Geist und die Glaubensgewissheit.

Er wird am 16. Juli 1805 in Stuttgart geboren. Seine Eltern sind evangelisch und gehören zu den damals recht starken pietistischen Kreisen. Lobgesang, Gebet und Bibellesen bilden einen Dreiklang in der Familie.

Johann Christoph wird als besonders begabtem Schüler eine kostenlose Ausbildung an einem Landesgymnasium ermöglicht. An schließend studiert er Theologie an der Universität Tübingen.

Nach dem Vikariat arbeitet er von 1830 bis 1837 als Lehrer am Missionshaus in Basel. Danach findet er keine geeignete Pfarrstelle und wird dem älteren Ortspfarrer in Iptingen als Vikar zu geordnet. Die Gemeinde zählt zu den am schwierigsten zu verwaltenden Kirchspielen in der Württembergischen Landeskirche.

Aus Glaubensgründen gab es eine Kirchenspaltung, die über Jahre nicht zu beseitigen war. Blumhardts Vollmacht in der Predigt und seine Zuwendung zu den einfachen Menschen brechen Verkrustungen auf und führen letztlich zu einer Versöhnung.

Im Juli 1838 bekommt er eine eigene Pfarrstelle in Möttlingen. Damit wird ihm auch die materielle Voraussetzung ge - schaffen, endlich zu heiraten.

Prägend für Blumhardts Wirken wird eine Krankenheilung. Über eineinhalb Jahren bemüht er sich mit seiner Frau Doris um die von schlimmen Anfallsleiden geplagte Gottliebe Dittus. Alle ärztliche Kunst kann ihr nicht helfen. Blumhardt ist überzeugt, dass in Jesu Namen Heilung möglich ist.

Die Heilung gelingt und führt zu einer Erweckungsbewegung. Es bildet sich eine große Gemeinde, weit über die Grenzen Möttlingens hinaus, die auf eine Erneuerung der Christenheit durch er - neute Ausgießung des Heiligen Geistes hofft.

Im Jahre 1852 kauft Blumhardt die alten Gebäude des Staatsbades in Bad Boll. Dort findet sich eine Hausgemeinde zu sammen, in der Menschen aus allen Teilen Europas zusammen kommen. Ihnen wird Tröstung und Heilung an Leib und Seele zuteil.

Seine theologische Tiefe und Glaubenskraft machen Blumhardt zu einem viel gefragten Prediger und Redner auf Kirchentagen und Missionsfesten.

Er stirbt am 25. Februar 1880 in Bad Boll. Sein Sohn Christoph hat dafür gesorgt, dass die Arbeit weitergeführt werden kann. Johann Christoph Blumhardts Lied "Dass Jesus siegt, bleibt ewig ausgemacht" (EG 375) zeigt den kämpferischen Geist und die Glaubensgewissheit Blumhardts.